Satzung der Hessischen Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum

Die Satzung der Hessischen Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum wurde am 19. August 2003 letztmalig geändert.

Satzung

der Hessischen Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum 

 

Diese Ausgabe enthält die Fassung der genehmigten Satzung vom  2. Nov. 1989 mit den Ergänzungen vom 05. April 1990, 26. Sept. 1991, 12. März 1992, 25. Februar 1994 und 19. August 2003

 

PRÄAMBEL

Die Hessische Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum gibt sich die nachstehende Satzung, um zur Verbesserung der Lebensgrundlagen im ländlichen Raum beizutragen.

§ 1 Name und Sitz

(1) Der Verein führt den Namen "Hessische Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum", in der Kurzfassung„Hessische Akademie Ländlicher Raum", im folgenden Akademie genannt, ist ein beim Amtsgericht Marburg/Lahn unter der Nummer VR 1471 des Vereinsregisters eingetragener Verein.

(2) Die Akademie hat ihren Sitz in Marburg.

(3) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Bewirtschaftung erfolgt nach den Grundsätzen des öffentlichen Haushaltsrechts.

§ 2 Ziele und Aufgaben

(1) Die Akademie befasst sich interdisziplinär mit der Forschung und Planung zur Entwicklung des ländlichen Raumes.
Dazu sollen in der Akademie die entsprechenden Fachgebiete vertreten sein.

(2) Die Aufgabe der Akademie ist

1. den ständigen Erfahrungs- und Informationsaustausch von Fachleuten und Einrichtungen, die Planung und Forschung im ländlichen Raum betreiben, anzuregen, zu bündeln und zu fördern, um zur Verbesserung der Lebensgrundlagen im ländlichen Raum beizutragen.
2. die Fortbildung in den wissenschaftlichen Fachgebieten zu fördern, die sich mit der Forschung und der Planung im ländlichen Raum beschäftigen.

3. die wissenschaftlichen Ergebnisse nutzbar für die Praxis zu vermitteln, gezielt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in Arbeitskreisen bestimmte Themen zu bearbeiten.
4. die Kontaktpflege, die Kooperation und den wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch mit Personen, Verbänden, Institutionen und Behörden in Hessen, in den hessischen Partnerregionen (§14(1)) sowie aus historischen Gründen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Freistaat Thüringen zu betreiben.
5. die Vergabe von Stipendien.

(3) Die Jugendpreisstiftung der Hessischen Akademie Ländlicher Raum ist vorrangig bei der Erfüllung des Stiftungszweckes zu unterstützen.

§ 3 Zweck und Mittel

(1) Die Akademie wird durch das ehrenamtliche, freiwillige Engagement ihrer Mitglieder getragen, die die Verbesserung der Lebensgrundlagen im ländlichen Raum als ihre Aufgabe ansehen.

(2) Die Akademie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung (siehe ?steuerbegünstigte Zwecke?). Sie verfolgt die Förderung der Wissenschaft, Forschung und Bildung im ländlichen Raum. Sie ist selbstlos tätig und betreibt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(3) Die Mittel der Akademie dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln der Akademie.

(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Akademie fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

(1) Der Akademie gehören Ordentliche Mitglieder, Korrespondierende Mitglieder, Ehrenmitglieder und Fördernde Mitglieder an. Letztere können sowohl natürliche als auch juristische Personen sein.

(2) Die Ordentlichen Mitglieder werden auf Vorschlag des Akademievorstandes von der Versammlung der Mitglieder mit zwei Drittel Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf Lebenszeit gewählt. Sie vertreten ein Fachgebiet, das in der Regel nur einmal besetzt werden soll. Sie beteiligen sich an der Arbeit der Akademie.

(3) Der Akademie sollen höchstens 60 Ordentliche Mitglieder angehören. Dabei bleiben diejenigen Ordentlichen Mitglieder außer Betracht, die das 68. Lebensjahr vollendet haben.

(4) Die Ehrenmitgliedschaft kann Ordentlichen Mitgliedern mit herausragenden Verdiensten im Aufgabenfeld der Akademie durch Beschluss der Versammlung der Mitglieder mit zwei Drittel Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf Vorschlag des Akademievorstandes zuerkannt werden.

(5) Um weiteres Fachwissen in der Akademie zu bündeln, werden vom Akademievorstand Korrespondierende Mitglieder berufen. Der Beschluss muss einstimmig erfolgen. Andernfalls entscheidet die nächste Versammlung der Mitglieder mit einfacher Mehrheit über die Berufung. Korrespondierende Mitglieder beteiligen sich an der Arbeit der Akademie.

(6) Fördernde Mitglieder werden in die Akademie aufgenommen, wenn der Akademievorstand und das Kuratorium jeweils mit zwei Drittel Mehrheit zustimmen. Das aufgenommene Fördernde Mitglied wird gebeten, sich in der nächstmöglichen Versammlung der Mitglieder vorzustellen.

(7) Alle Mitglieder sind verpflichtet, der Akademie selbst verfasste Veröffentlichungen, die Ziele und die Aufgaben der Akademie berühren, mit je einem Abdruck kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

(8) Auf Antrag kann die Ordentliche und die Fördernde Mitgliedschaft ruhen. Die Entscheidung darüber trifft der Akademievorstand. Während der Dauer des Ruhens der Mitgliedschaft wird dem Antragsteller der Status analog der Korrespondierenden Mitgliedschaft zugestanden.

(9) Die Ordentliche Mitgliedschaft erlischt durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Die Ordentliche Mitgliedschaft erlischt durch eine schriftliche Austrittserklärung zum Ende des Kalenderjahres. Die Ordentliche Mitgliedschaft erlischt durch den Ausschluss aus wichtigem Grund, der von der Versammlung der Mitglieder mit zwei Drittel Mehrheit erwirkt werden kann (§ 7 (4) Nr. 7). Den Ausschluss kann der Akademievorstand oder ein Drittel der Ordentlichen Mitglieder beantragen.

§ 5 Beiträge

(1) Die Beiträge für Ordentliche und für Fördernde Mitglieder werden unter Berücksichtigung des Finanzbedarfs der Akademie erhoben. Bei den Fördernden Mitgliedern kann dabei eine Unterteilung nach Einrichtungen vorgenommen werden. Ehrenmitglieder und Korrespondierende Mitglieder sind beitragsfrei.

(2) Die Beitragsordnung wird von der Versammlung der Mitglieder festgelegt. Der Akademievorstand ist ermächtigt, von der Beitragsordnung Abweichungen nach § 5(1) erster Satz in Abstimmung mit dem Kuratorium festzulegen.

§ 6 Organe und Einrichtungen

(1) Die Organe der Akademie sind

1. die Versammlung der Mitglieder (§ 7)

2. das Kuratorium der Fördernden Mitglieder (§ 8)

3. der Akademievorstand (§ 9) und

4. der Wissenschaftliche Beirat (§ 10).

(2) Die Einrichtungen der Akademie sind

1. der Redaktionsausschuss (§ 11)

2. die Arbeitskreise (§ 12)

3. das Sekretariat (§ 13) und

4. die Partnerschaften (§ 14).

§ 7 Versammlung der Mitglieder


(1) In der Versammlung der Mitglieder haben die Ordentlichen Mitglieder und die Ehrenmitglieder Sitz und Stimme. Die Korrespondierenden und die Fördernden Mitglieder sollen beratend in der Versammlung der Mitglieder teilnehmen.

(2) Die Versammlung der Mitglieder wird jährlich mindestens einmal durch den Akademievorstand einberufen. Die Mitglieder sind schriftlich mit einer Frist von drei Wochen unter Angabe der Tagesordnung einzuladen. Den Vorsitz in der Versammlung der Mitglieder führt der Vorsitzende im Akademievorstand und im Falle seiner Verhinderung ein Stellvertreter.

(3) Eine außerordentliche Versammlung der Mitglieder ist einzuberufen, wenn der Akademievorstand oder mindestens ein Drittel der Ordentlichen Mitglieder dies beantragen. Für eine Einberufung gilt § 7(2) zweiter Satz entsprechend.

(4) Der Beschlussfassung der Versammlung der Mitglieder unterliegen

1. die Wahl der Ordentlichen Mitglieder und die Berufung der Ehrenmitglieder,
2. die Festlegung des Haushaltsplanes,
3. die Wahl der Mitglieder des Akademievorstandes,
4. die Entgegennahme des Jahresberichtes des Akademievorstandes,
5. die Entlastung des Akademievorstandes,
6. die Festlegung der Beitragsordnung nach § 5(1) erster Satz,
7. der Ausschluss eines Mitgliedes nach § 4(9) dritter Satz,
8. die Wahl der Mitglieder des Stiftungsvorstandes der Jugendpreisstiftung nach § 6 (2) der Stiftungsverfassung,
9. für ein ausgeschiedenes Mitglied nach § 7(4)Nr.3 dieser Satzung und
§6(2) der Stiftungsverfassung die Wahl des Nachfolgers für die restliche Wahlzeit,
10. die Satzung zu ändern und die Akademie aufzulösen,
11. die Änderung der Verfassung der Jugendpreisstiftung, die Zusammen-
legung der Stiftung mit anderen Stiftungen und die Auflösung der Stiftung (§15(1) Stiftungsverfassung). Sie bedürfen der Zustimmung einer zwei Drittel Mehrheit in der Versammlung der Mitglieder.
12. sich die Geschäftsordnung zu geben.

(5) Die Versammlung der Mitglieder ist beschlussfähig mit der Anzahl der erschienen Ordentlichen und Ehrenmitglieder, wenn mit der Tagesordnung ordnungsgemäß eingeladen worden ist. Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit der erschienen Ordentlichen Mitglieder und der Ehrenmitglieder gefasst, sofern diese Satzung ausdrücklich nichts anderes bestimmt. Über die Beschlüsse sind Niederschriften zu fertigen, die vom Versammlungsleiter und vom Schriftführer zu unterzeichnen sind.

(6) Ein Beschluss kann auch ohne Versammlung der Mitglieder auf schriftlichem Wege (Umlaufverfahren) gefasst werden, wenn das Umlaufverfahren vom Akademievorstand eingeleitet wird. Für einen Beschluss ist die schriftliche Zustimmung der Mehrheit der an der Abstimmung teilnehmenden Ordentlichen und Ehrenmitglieder notwendig. Dies muss mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder sein. Die Stimmabgabe hat spätestens einen Monat nach Zustellung durch Rücksendung an das Sekretariat zu erfolgen.

(7) Änderungen dieser Akademiesatzung und die Auflösung der beim Amtsgericht Marburg im Vereinsregister unter der Nummer VR 1471 eingetragenen Akademie kann nur in einer nach § 15(1) beschlussfähigen Versammlung der Mitglieder erfolgen.

§ 8 KURATORIUM

(1) Das Kuratorium berät den Akademievorstand in den finanziellen Angelegenheiten der Akademie und den Stiftungsvorstand in den finanziellen Angelegenheiten der Jugendpreisstiftung.

(2) Das Kuratorium (§8(1)) wird von den Fördernden Mitgliedern aus ihren
Reihen für vier Jahre gewählt. Es besteht aus fünf Personen. Das gewählte Fördernde Mitglied und die es im Kuratorium vertretende Person müssen übereinstimmen (§4(1) Satz 2).

(3) Die gewählten Mitglieder des Kuratoriums bestimmen aus ihrer Mitte

1. den Leiter des Kuratoriums und

2. den stellvertretenden Leiter des Kuratoriums.

3. den drei weiteren Mitgliedern können beliebige Ressorts übertragen werden.

(4) Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus dem Kuratorium aus, wird der Nachfolger für den Rest der Wahlzeit mit dem Nachrücker aus der Wahl, aus der das zuletzt gewählte Kuratorium hervorgegangen ist, bestimmt.

(5) Der Schatzmeister der Akademie ist geborenes, stimmberechtigtes Kuratoriumsmitglied. Bei der Wahl um die Mandate im Kuratorium hat er kein Stimmrecht und er kann auch keines der Mandate nach § 8 (3) übernehmen.

(6) Der Beschlussfassung des Kuratoriums unterliegen

1. die Berufung des Vertreters der Fördernden Mitglieder in den Akademievorstand für die Dauer der Wahlperiode des Akademievorstandes,

2. die Wahl der zwei Rechnungsprüfer (Revisoren), jeweils alle zwei Jahre zur ständigen Kontrolle der Vermögensverwaltung und der Rechnungs- und Kassenführung in der Akademie und in der Jugendpreisstiftung nach § 14(2) der Stiftungsverfassung,

3. die grundsätzlichen, finanziellen Angelegenheiten der Akademie, insbesondere die Entwürfe der Haushaltspläne,

4. die Entgegennahme des Jahresberichtes des Stiftungsvorstandes über die Erfüllung der Stiftungszwecke nach § 13 (2a) der Stiftungsverfassung und

5. die Entlastung des Stiftungsvorstandes durch das Kuratorium der Akademie nach § 13 (2b) der Stiftungsverfassung.

(7) Das Kuratorium tritt mindestens einmal jährlich auf Einladung des Leiters des Kuratoriums zusammen. Es ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Der Leiter des Kuratoriums kann über die Angelegenheiten nach § 8(6) auch eine Beschlussfassung auf schriftlichem Wege (Umlaufverfahren nach § 7(6)) herbeiführen. Der Akademievorstand informiert die Versammlung der Mitglieder über die wesentlichen Beschlüsse des Kuratoriums.

§ 9 Akademievorstand

( 1 ) Der Vorstand der Akademie, im Sinne von §26 BGB, setzt sich zusammen aus

1. dem Vorsitzenden,

2. dem Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden,

3. dem Zweiten Stellvertretenden Vorsitzenden,

4. dem Schatzmeister und

5. dem Schriftführer.

Diese Mitglieder des Akademievorstandes werden aus den Reihen der Ordentlichen Mitglieder für vier Jahre gewählt. Endet die Ordentliche Mitgliedschaft eines Vorstandsmitgliedes während der Wahlzeit, dann scheidet es auch von dem Akademievorstand aus (§ 7(4) Nr. 7). Der Nachfolger wird für den Rest der Wahlzeit von der Versammlung der Mitglieder gewählt.

Weitere Beisitzer mit beratender Stimme sind

6. der Vertreter des Kuratoriums (§ 8(6) Nr.1),

7. der Vertreter des wissenschaftlichen Beirats (§ 10(4)) und

8. ein Vertreter einer staatlichen oder privaten Institution, deren hauptsächliches Ziel die Verbesserung der Lebensbedingungen des ländlichen Raumes gilt.

(2) Im Akademievorstand erhalten die Mandate § 9 (1) Nr.3 bis Nr.5 je einen Stellvertreter, der aus dem Kreis der Ordentlichen Mitglieder zu wählen ist. Diese Mitglieder gehören dem Akademievorstand im Sinne des § 26 BGB an.

(3) Zwei Mitglieder des Akademievorstandes, darunter der Vorsitzende oder der Erste Stellvertretende Vorsitzende, vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

(4) Der Vorsitzende des Akademievorstandes ist geborener Vorsitzender der Jugendpreisstiftung der HAL (§ 6 (1) der Stiftungsverfassung).

(5) Das Mitglied im Akademievorstand, in dessen Ressort die Jugendpreisstiftung fällt, ist geborener, stellvertretender Vorsitzender der Jugendpreisstiftung der HAL (§ 6 (1) der Stiftungsverfassung).

(6) Der Akademievorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.

(7) Bei Beschlussfassungen entscheidet die Mehrheit der abgegeben Stimmen. Im Falle der Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

(8) Zu den Sitzungen des Akademievorstandes wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch einen seiner Stellvertreter, unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich und ausnahmsweise mündlich unter Einhaltung einer Ladungsfrist von fünf Werktagen einberufen. Bei einer mündlichen Einladung zur Fristwahrung hat die schriftliche Tagesordnung mindestens ein Tag vor Sitzungsbeginn jedem Vorstandsmitglied vorzuliegen. Über die Beschlüsse ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Sitzungsleiter und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist.
In dringenden Fällen ist eine Beschlussfassung auf schriftlichem Wege (im Umlaufverfahren nach § 7(6)) möglich, wenn kein Vorstandsmitglied widerspricht. Beim Umlaufverfahren ist die Zustimmung der Mehrheit aller Vorstandsmitglieder zum Beschluss erforderlich.

(9) Der Beschlussfassung des Akademievorstandes unterliegen darüber hinaus die an den anderen Stellen in dieser Satzung benannten Aufgaben mit

1. dem Vorschlagsrecht für Berufungen (§ 4(2); §4(4); §4(5); §4(6); und §4(8)),

2. der Einberufung der Versammlung der Mitglieder (§ 7(2)),

3. Abweichungen von der Beitragsordnung (§ 5(2) Satz 2),

4. der Einleitung von Umlaufbeschlüssen der Versammlung der Mitglieder (§ 7(6)),

5. der Zustimmung für die Geschäftsordnung des Redaktionsausschusses (§ 11(5)), des Wissenschaftlichen Beirates (§10) und anderer Einrichtungen,

6. der Betreuung der Arbeitskreise (§ 12 Abs. 1 bis 3),

7. der Erstellung einer Geschäftsordnung für das Sekretariat (§ 13(3))

8. nach der Stiftungsverfassung die Aufgaben a und b mit

a) der Abberufung jedes Mitgliedes des Stiftungsvorstandes (§ 6(5)
Stiftungsverfassung) und

b) als das Aufsichtsgremium der Stiftung (§ 13 Abs. 1 und 2a;
§ (14(1) Stiftungsverfassung).

(§9a) Der Akademievorstand führt die Geschäfte des Vereins, soweit sie nicht der Versammlung der Mitglieder übertragen sind und vollzieht die Beschlüsse der Versammlung der Mitglieder.

(10) Zur Durchführung bestimmter Aufgaben innerhalb des Akademievorstandes können auch Angestellte beschäftigt werden. Es wird ein Sekretariat bei einem Fördernden Mitglied unterhalten, das der Aufsicht des Vorsitzenden des Vorstandes untersteht.

(11) Der Akademievorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Versammlung der Mitglieder zur Kenntnis zu bringen ist.

§ 10 Wissenschaftlicher Beirat

(1) Der Wissenschaftliche Beirat berät den Akademievorstand in allen Fragen über Forschung sowie über wissenschaftliche und kulturelle Angelegenheiten. Er fungiert in Personalunion als Stiftungsrat der Jugendpreisstiftung (§ 10(1) Stiftungsverfassung).

(2) Der Wissenschaftliche Beirat besteht aus bis zu fünf Ordentlichen und je bis zu vier Korrespondierenden und Fördernden Mitgliedern. Sie werden von der Versammlung der Mitglieder alle zwei Jahre gewählt. In den Wissenschaftlichen Beirat sollen aus den Hochschulen im Lande Hessen und im Landkreis Schmalkalden - Meiningen mindestens drei Wissenschaftler berufen werden, die nicht Ordentliche Mitglieder sein müssen.

(3) Der Leiter des Wissenschaftlichen Beirates muss Ordentliches Mitglied sein. Er und sein Stellvertreter werden durch den Wissenschaftlichen Beirat aus seinen Reihen gewählt. Eine zweimalige Wiederwahl des Leiters ist zulässig. Der Leiter des Wissenschaftlichen Beirates ist geborenes Mitglied des Vorstandes der Jugendpreisstiftung (§ 6 (1) der Stiftungsverfassung).

(4) Der Wissenschaftliche Beirat hat Aufgaben mit

1. in Personalunion als Stiftungsrat (§ 10 (1) der Stiftungsverfassung),

2. der Erarbeitung von Vorschlägen für das Thema des jeweiligen Jugendpreises und die Auswahl der Preisträger (§ 11 Stiftungsverfassung),

3. der Beratung des Stiftungsvorstandes bei der Vergabe des Jugendpreises und Mitwirkung bei der Auslobung und Verleihung des Jugendpreises bzw. die Feststellung und Würdigung selbständiger Leistungen Jugendlicher im ländlichen Raum sowie der Veröffentlichung des Preises in geeigneter Form (§ 2 (a; b) Stiftungsverfassung),

4. Vorbereitung, Abstimmung und Durchführung von Förderpreisen, die von der Akademie durchgeführt werden,

5. Koordination der Forschungsabsichten und der wissenschaftlichen Schriften der Akademie,

6. Einbindung von Persönlichkeiten in die Arbeit des Wissenschaftlichen Beirates, die nicht der Akademie angehören und

7. Beratung des Akademievorstandes bei der Vergabe von Stipendien.

(5) Sieht die Tagesordnung einer Sitzung die Beratung über Angelegenheiten vor, die § 11(1) Satz 1 berührt, ist der Leiter des Redaktionsausschusses zu diesem Punkt einzuladen. An den Sitzungen des Wissenschaftlichen Beirates nimmt ein Mitglied des Akademievorstandes ohne Stimmrecht teil.

(6) Der Wissenschaftliche Beirat gibt sich eine Geschäftsordnung, die dem Akademievorstand zur Zustimmung zuzuleiten ist.

§ 11 Redaktionsausschuss

(1) Der Redaktionsausschuss ist für die Konzeption der Schriften der Akademie zuständig. Er berät den Akademievorstand in den Fragen der Öffentlichkeitsarbeit der Akademie.

(2) Die fünf Mitglieder des Redaktionsausschusses werden von der Versammlung der Mitglieder aus dem Kreis aller Mitglieder der Akademie für vier Jahre berufen. Sie wählen aus ihrer Mitte den Leiter, den stellvertretenden Leiter und den Schriftführer. Der Leiter muss Ordentliches Akademiemitglied sein.

(3) Der Redaktionsausschuss kann Persönlichkeiten in seine Arbeit einbinden, die nicht der Akademie angehören.

(4) An den Sitzungen des Redaktionsausschusses nimmt ein Mitglied des Akademievorstandes mit Stimmrecht teil.

(5) Der Redaktionsausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung, die dem Akademievorstand zur Zustimmung zuzuleiten ist.

§ 12 Arbeitskreise

(1) Den Arbeitskreisen obliegt die Bearbeitung bestimmter und zeitlich begrenzter Aufgaben (§ 2(2)Nr. 3). Sie werden von der Versammlung der Mitglieder auf Empfehlung des Akademievorstandes gebildet.

(2) Die Mitglieder der Arbeitskreise werden vom Akademievorstand berufen. Jeder Arbeitskreis wählt aus seiner Mitte den Leiter, einen Stellvertreter und einen Schriftführer. Der Leiter und der Schriftführer müssen Mitglieder der Akademie sein.

(3) Die Arbeitskreise können zusätzliche Fachkräfte und Gäste beteiligen, wenn dies die Aufgabe erforderlich macht.

(4) Arbeitskreise sind wissenschaftlich in ihrer Arbeitsmethodik und in der Behandlung der Aufgaben frei.

(5) Die Arbeitskreise geben sich eine Geschäftsordnung und stellen einen Finanzierungsplan auf. Geschäftsordnung und Finanzierungsplan sind vom Akademievorstand zu genehmigen.

(6) Arbeitskreise sind aufzulösen bei Wegfall der Aufgabe, nach Erledigung der Aufgabe, spätestens vier Jahre nach ihrer Einrichtung. Das Nähere regelt eine vom Akademievorstand beschlossene Geschäftsordnung.

§ 13 Sekretariat

(1) Das Sekretariat erstellt die Schriften und Veröffentlichungen der Akademie und unterstützt den Akademievorstand bei der Erledigung der laufenden Verwaltung.

(2) Das Sekretariat wird von einem Sekretär geleitet, der für diese Aufgabe vom Akademievorstand benannt ist. Er unterzeichnet den laufenden Schriftverkehr nach Maßgabe der Geschäftsordnung.

(3) Für die Durchführung der Aufgaben des Sekretariats wird vom Akademievorstand eine Geschäftsordnung erstellt.

§ 14 Partnerschaften

(1) Mit wissenschaftlichen Einrichtungen der Partnerregionen des Landes Hessen u.a. können für gemeinsam interessierende Themen Arbeitskreise, gemeinsame Veranstaltungen und für eine Kontaktpflege und den Informationsaustausch abgegrenzte Partnerschaften gebildet werden (§ 2(2)Nr.4).

(2) Die Partner schließen für ihre Zusammenarbeit eine Vereinbarung, und stellen einen Finanzierungsplan auf. Der Vereinbarung und dem Finanzierungsplan muss der Akademievorstand zustimmen.

§ 15 Änderungen der Satzung und Auflösung der Akademie

(1) Die Änderungen der Satzung sowie die freiwillige Auflösung der Akademie erfolgen durch Beschluss der Versammlung der Mitglieder, bei der mindestens ein Drittel der Ordentlichen Mitglieder und der Ehrenmitglieder anwesend sein müssen. Beschlüsse über Änderungen der Satzung und die Auflösung der Akademie bedürfen einer drei Viertel Mehrheit der anwesenden Mitglieder (§ 7(4) Nr.11).

(2) Eine Beschlussfassung zur Änderung der Satzung sowie zur freiwilligen Auflösung kann nur erfolgen, wenn diese in der Einladung zur Versammlung der Mitglieder als Gegenstand der Tagesordnung angezeigt ist.

(3) Bei Auflösung der Akademie oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken vorrangig der Jugendpreisstiftung der Hessischen Akademie Ländlicher Raum zuzuwenden. Die Beschlüsse über die künftige Verwendung bedürfen vor Ausführung der Zustimmung des Finanzamtes.

Als Gründungsmitglieder haben 1988 folgende Damen und Herren die Akademiesatzung gezeichnet:

Baudirektor Rainer BÖHM, Vellmar

Prof. Dr. Hans FRIEBERTSHÄUSER, Marburg an der Lahn

Dr.-Ing. Peter GERLACH, Ober-Ramstadt

Dipl.-Ing. Horst GOLM, Bad Homburg

Geschäftsführer Erwin HENKEL, Mühlheim

Verbandsdirektor Gerhard ISKE, Kaufungen

Direktor Gerrit KAISER, Wiesbaden

Dr.-Ing. Heinrich KLOSE, Kassel

Prof. Dr. Hermann PRIEBE, Frankfurt am Main

Dipl.-Volkswirtin Gabriele PURPER, Frankfurt am Main

Dr.-Ing. Ernst SCHIRMACHER, Limburg an der Lahn

Forstdirektor Detlef STYS, Espenau

Oberkonservatorin Katharina THIERSCH, Marburg an der Lahn

Die Gründungsversammlung fand am 7. Dezember 1988 in Marburg an der Lahn statt. Die Hessische Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum ist im Vereinsregister Nr. 1471 beim Amtsgericht Marburg an der Lahn eingetragen. Sie ist gemeinnützig.

Herausgegeben vom
Akademievorstand der Hessischen Akademie Ländlicher Raum (HAL) im Eigenverlag


Alle Rechte vorbehalten
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Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet.
Produktion des Textes
Claire Klose, Kassel

Der Satzungstext als Download-Dokument

Satzung der HAL, beschlossen am 19. August 2003
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Satzung der HAL von 2003 als WORD-Dokument
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